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Ruth

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Montag, 8. Juli 2019, 16:25

Bad Segeberg 05. + 06.07.2019

(Bericht von Simone und Ruth)

Vor zwei Jahren hat es leider nicht geklappt aber am Freitag starteten wir voller Vorfreude gen Norden. Wir sind zügig vorangekommen und unsere Ferienwohnung war schön. Noch kurz einkaufen, umziehen und ab zum Kalkberg. Wir hatten je zwei Eintrittstickets in der Tasche. Wenn man solch eine Anreise hat muss es sich ja auch lohnen! Einmal abends und einmal mittags - so war der Plan. Die Parkplätze sind alle etwas entfernt von der Freilichtbühne. Mal eben noch etwas aus dem Auto holen geht jedenfalls nicht. 8 – 10 Minuten Fußweg.

Als wir dann auf dem großen Vorplatz in der Schlange standen, konnten wir ein Gespräch hinter uns teilweise mit anhören. Ein Mann sagte: „Ach, DER ist Winnetou? Spielt der nicht Tarzan?“ Jemand antwortete: „Der war doch bei DSDS, oder?!“ Der Mann: „Hoffentlich fängt der jetzt nicht an zu singen!“ Daraufhin drehte ich (Ruth) mich belustigt um und sagte: „Leider nicht.“ (Wäre ja aber auch merkwürdig, wenn nur einer singt.)

Obwohl ich vorab einige Fotos gesehen hatte, hat mich das Theater selbst schon sehr beeindruckt. Es wirkt von oben riesig und steil. Unser Plätze während unserer ersten Vorstellung: Block B, Reihe 15, Plätze 132 + 133. Die Sicht von dort aus ist toll. Optimal ist es vermutlich ein paar Reihen weiter unten. Zur Handlung wurde ja bereits viel geschrieben. Ich finde es toll, dass Winnetou schon sehr früh und dann auch sehr oft zu sehen ist. Sein erster Einritt zur berühmten Musik – WOW! Das fanden scheinbar alle, denn es gab schon alleine dafür einen tosenden Zwischenapplaus, Wirklich beeindruckend, WIE gut Alex reitet und auf- und absitzt. Genau, wie man sich das bei einem Indianer vorstellt. Selbstverständlich, lässig … echt klasse!
Alex hat den Köder für den Adler fallen gelassen und dieser sprang direkt hinterher auf den Boden. Aber der Köder wurde flott wieder aufgehoben, Arm hingehalten, Adler sprang drauf. Alles gut. Das kam alles andere als negativ rüber. Ist ja schließlich auch „sein“ Adler. Als Alex ihn wieder hoch geschickt hat, verstand ich genau, was er im Interview meinte. Dieser Adler mit 2,50 m Spannweite flog schnurgerade auf uns zu bzw. haarscharf genau über uns hinweg. Bloß nicht bewegen!

Nach der Show haben wir, wie viele andere, an der Tür rechts vom Kassenhäuschen gewartet. Dank des Hinweises des „Schweizers“ und des „Italieners“, dass Alex eben schon rausgegangen sei, sind wir zu seinem Auto auf dem Parkplatz links von den Kassen gegangen. Ich wusste gar nicht, dass er ein „neues“ hat, aber dort standen auch schon mehrere Leute. Alex hat viele Fotos gemacht und Autogramme gegeben. Ich habe ihm nur kurz gesagt, wie toll ich ihn auf dem Pferd finde. Als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er hat sich bedankt und gesagt, dass „der Spanier“ heute auch ziemlich temperamentvoll war.
Bald darauf sind wir dann alle aufgebrochen. An Schlaf war allerdings erstmal nicht zu denken!

Am nächsten Mittag haben wir uns, weil die Wettervorhersage für den Nachmittag deutlich schlechter war als für den Abend, spontan noch zwei Tickets für die Abendvorstellung gekauft. Schließlich wollten wir ja eh erst am Sonntag die Heimfahrt antreten …
Als Alex bald darauf auch ankam, ging er u. a. an uns vorbei. Er lächelte kurz rüber und machte eine frotzelnde Bemerkung über das Wetter … als wenn das unsere Schuld wäre. (Den genauen Wortlaut weiß ich leider nicht mehr.) Dann hat ihn ein Mann um ein Autogramm gebeten. Alex fragte: „Können wir das später machen?“, hat ihm den Wunsch dann aber doch noch schnell erfüllt und sagte – schon um Gehen - in unsere Richtung gewandt: „Wir sehen uns später?“ … Klar … gerne.

Auf dem Vorplatz war deutlich weniger Andrang aus am Vorabend. Als wir durch den Einlass waren, haben wir, weil wir noch ein paar Indianerstirnbänder für Simones Kinder geholt haben, an dem Souvenirshop daneben entdeckt, dass es dort auch (bedruckte) Autogrammkarten der Hauptdarsteller für 0,50 Euro zu kaufen gibt. Winnetou steht vorne und geht weg wie warme Semmeln.
Wir haben natürlich auch zugeschlagen. Aber schon merkwürdig, dass keine von uns vorher davon wusste!

Am Samstagnachmittag saßen wir im Block C, Reihe 9, Plätze 180 + 181. Diese Plätze fanden wir wegen der Lautsprecher- / Lichtmasten nicht ganz so gut wie die vom Vorabend. Nach dem Einlass sind wir erstmal ordentlich nass geworden und haben ein wenig diejenigen beneidet, die so schlau waren sich richtig große Fahrradponchos mitzubringen. Aber wir haben es auch ganz gut überstanden. Pünktlich zum Showbeginn räumten die ganz Mutigen ihre Ponchos, „Müllsacke“ etc. schon wieder weg und ich hatte sogar mal kurz meine Sonnenbrille auf. Die Vorstellung war wieder toll und ich habe einige Kleinigkeiten mitbekommen, die ich am Vorabend verpasst hatte. Und umgekehrt …

Nach der Vorstellung haben wir gegenüber bei „La Famiglia“ gegessen. Draußen. Grande Confusione! Das Serviceteam war komplett überfordert und trotz Nachfrage kam erstmal eine der beiden Pizzen falsch an. Und weil’s so schön war, danach eine komplett andere. Wir waren ziemlich verdattert! Ich glaube, inzwischen war jeder „Kellner“ einmal an unserem Tisch gewesen und wir schauten hin und wieder auf die Uhr, aber dann war alles gut und lecker und sogar die anschließende Latte kam ca. 25 Minuten nach der Bestellung noch gerade rechtzeitig. Der Einlass für die Abendvorstellung hatte eben erst begonnen.

Dieses Mal saßen wir im Block A, Reihe 3, Platz 53 und Reihe 2 Platz 34. Die Vorstellung war sehr gut besucht. Laut des netten Ordners neben uns mit ca. 6.500 Leuten. Im Laufe des Gesprächs sagte er u. a. er könne die Vorstellung schon mitsprechen. Auf Nachfrage, wie das sein kann nach einer Woche sagte er, dass er auch schon bei sämtlichen Proben dabei war. Auch, als die Darsteller noch gar keine Kostüme trugen. Ich erzählte ihm, wo wir wohnen und dass wir uns deswegen auch gleich mehrere Vorstellungen angeschaut haben. Auch, dass wir in erster Linie wegen Alex angereist waren und wie beeindruckt ich von seinen Reitkünsten bin. Da meinte er, dass das aber alle immer relativ schnell lernen würden. Die Antwort „Aber offensichtlich nicht alle gleich gut.“ habe ich mir verkniffen, weil er so nett war. Er hat sogar lieb geantwortet, als ich gefragt habe, ob ich einen der beiden Vorteile, den dieser Sitzplatz zu bieten hat, nutzen und bei den Szenen wenn Winnetou vor der Farm des Bärentöters steht fotografieren darf. Schließlich ist laut Durchsage ja nur das Filmen verboten …
Außerdem erzählte er noch, dass Block A eigentlich nie ausverkauft ist. (Wen wundert’s?!) und die Holzbänke ganz oben über uns nur bei der Premiere besetzt waren. Dort kann man gratis sitzen. (Nein, danke!) Ich erzählte ihm wo wir vorher gesessen hatten und WIE nahe der Adler uns gekommen war. Er sagte, dass der Flug nach oben auch für den Adler ziemlich steil ist. Als ich fragte, ob Alex den auf ihn geworfenen Speer auch schon mal nicht gefangen hätte sagte er – und sah dabei sogar ziemlich zerknirscht aus – „Bei der Premiere.“ Menno. Bei „unseren“ Vorstellungen hat’s immer super geklappt.

Bei dieser Vorstellung haben wieder alle Kampfszenen super geklappt, aber viel mehr haben wir auch nicht sehen können. Eigentlich nur die „Manege“, das Indianerdorf dahinter (von uns aus), die Farm und das gesamte Publikum. Gut, dass wir schon zwei Vorstellungen besucht hatten, sonst hätten wir von diesen Plätzen aus unmöglich der Handlung folgen können. Finger weg von Block A! Die letzten 15 Minuten dieses Stücks sind von dort aus nur noch ein Hörspiel. Sogar nach dem Kippen kann man von der Leiter nur die oberen Sprossen sehen.

Am Ende der Vorstellung habe ich den zweiten Vorteil dieses Platzes nutzen können. Alex hat nicht nur die Kinder vor mir sondern auch mich abgeklatscht. *freu* Dabei hat das erst beim zweiten Versuch richtig geklappt.
Liebe Grüße
Ruth

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Montag, 8. Juli 2019, 16:26

Nach der Vorstellung habe ich mich links neben den Kassen auf die Stufen gesetzt. Mit Blick auf Alex‘ Auto, woran ein reges Interesse bestand. Ein kleiner Junge sagte ganz stolz Modell, etc., etc. auf. Als wenn er so eine Spielkarte vorlesen würde. Einige Leute haben sich selbst vor dem Auto fotografiert, einige nur das Auto .. Aber alles harmlos. Simone schaute in die andere Richtung und wir hatten eine kleine (Scherz-) Wette laufen, ob Alex sich neben mich auf die Stufen setzen würde.
Aber dann sah ich ihn plötzlich und unerwartet von der anderen Richtung aus auf sein Auto zugehen. Er packte seine Tasche in den Kofferraum und ich scherzte: „Wolltest du dich davonschleichen?“
Er kam grinsend auf uns und einige andere Zuschauer zu. Zunächst hat er einige Autogramm- und Fotowünsche erfüllt. Dann machte eine Dame ihm eine ganze Reihe fetter Komplimente. Sie wohnt in der Nähe und besucht seit Jahren regelmäßig die Festspiele. Sie hat ihn ausführlich gelobt, alles haben wir nicht verstanden bzw. uns gemerkt. Alex antwortete zwischendurch mal, dass er ja auch kein Pastor-Winnetou sein wollte. … Sie findet Alex jedenfalls super, sogar noch besser als Jan. Und es war der Dame ganz wichtig, das sogar noch einmal zu verdeutlichen: „Ich sage das jetzt nicht einfach so, sondern finde dich wirklich grandios.“ Alex hat sich entsprechend lieb und gerührt bedankt und sehr gefreut. Er sagte, dass ihm das wirklich viel bedeuten würde.
Er erzählte, dass er keine Kritiken mehr liest aber ihm ist erzählt worden, dass jemand seine Stimme zu dünn fände. Er erzählte mit der Einleitung „Das soll jetzt keine Ausrede sein …“, dass es bei der Premiere Tonprobleme gab. Die Bassunterstützung hat komplett gefehlt. Dadurch fehlten beim Spielen auch viele Vibrationen und seine Stimme – er spricht als Winnetou absichtlich tiefer – kam gar nicht richtig rüber.

Eine Dame fragte danach, ob er sich selbst an der Brück lang hangelt und ich (Ruth) warf ein ob und wann er gesichert würde. (Das geht alles so schnell, dass ich mir da nicht sicher war.) Wieder eine andere Frau fragte oder ob er gedoubelt würde.
Hinweis: Wer nicht zu viel erfahren oder selbst rätseln möchte, sollte den folgenden Absatz nicht lesen!


Alex grinste breit und ein Mann schaltete sich ins Gespräch ein: „Das sieht man schon …“ Alex bremste ihn aus nicht zu viel zu erzählen und sagte nach einer Wie-formuliere-ich-es-am-besten?-Pause: „Es ist ja kein Geheimnis, dass wir Stunt-Leute haben. Aber gut, dass man nicht mitbekommt, wann genau der Austausch stattfindet. Dann haben wir ja alles richtig gemacht. Sie (also wir) sollen das ruhig selbst rausfinden.“
Wir waren jedenfalls ziemlich baff und mussten uns später dringend die Fotos mal etwas genauer anschauen. Wer wurde da eigentlich wann fotografiert?


Dann musste noch ein Foto wiederholt werden, weil vorher der Blitz nicht funktioniert hatte und anschließend ging’s so langsam ans Verabschieden. Alex sagte: „Bis bald?“ Simone antwortete: „Wir sehen uns im Oktober.“ Ich sagte: „Ich nicht.“ Alex: „Keinen Bock oder keine Zeit?“ Da ging er schon Richtung Auto. Simone (zu mir): „Sag‘ jetzt bloß nix Falsches.“ und alle grinsten. Ich: „Ööhm .. ich sag‘ da jetzt besser nix zu.“ Alle lachten, Alex stieg ein, ließ das Fenster runter und winkte uns im Vorbeifahren nochmal zu. An der Straßenecke hielt ein Mann den Daumen hoch, Alex hat noch kurz mit ihm geredet, ihn aber nicht mitgenommen.

Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen und nochmal alles Erlebte Revue passieren. Ach, wäre Bad Segeberg doch bloß nicht so weit entfernt!
Liebe Grüße
Ruth

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